09.02.2018 Opi­ni­ons

Reemts­ma be­grüßt Gro­Ko-Plä­ne für Ju­gend­schutz und Prä­ven­ti­on

Auf 177 Sei­ten ha­ben die Ma­ra­thon-Ver­hand­ler für ei­ne gro­ße Ko­ali­ti­on ent­wor­fen, wie sie sich das Deutsch­land der Zu­kunft vor­stel­len. Di­gi­ta­ler soll die Re­pu­blik wer­den, in­no­va­ti­ver und – ge­sün­der. Da­bei sind der Ju­gend­schutz und der Ge­sund­heits­schutz von Kin­dern und Ju­gend­li­chen ein Schwer­punkt der Gro­Ko-Plä­ne.

Ein Schwer­punkt der zu­künf­ti­gen Prä­ven­ti­ons­po­li­tik soll die Ent­wick­lung ei­ner na­tio­na­len Stra­te­gie zur Re­du­zie­rung von Über­ge­wicht vor al­lem bei Kin­dern und Ju­gend­li­chen wer­den. Zu­sätz­lich wol­len die künf­ti­gen Ko­ali­ti­ons­part­ner „Maß­nah­men zur Ta­bak- und Al­ko­hol­prä­ven­ti­on ge­zielt er­gän­zen“. Reemts­ma unterstützt diesen Ansatz frühzeitiger Vorsorge und er­legt sich schon seit Lan­gem Selbst­be­schrän­kun­gen auf, um Kin­der und Ju­gend­li­che nicht zur Ziel­grup­pe von Ta­bak zu ma­chen. Für uns gilt: Die Ge­­sun­d­heit von Kin­­dern und Ju­­gen­d­­li­chen gilt es be­­son­­ders zu schüt­­zen. Kin­­der und Ju­­gen­d­­li­che sol­­len nie rau­chen.

Land der Ri­si­ken

In der Bun­des­re­pu­blik, so die Be­stands­auf­nah­me der Groß­ko­ali­tio­nä­re, „neh­men ge­sund­heit­li­che Ri­si­ken wie Über­ge­wicht, Fett­lei­big­keit und Herz-Kreis­lauf-Er­kran­kun­gen zu“. Da­ge­gen set­zen sie neue An­stren­gun­gen, um vor­zu­beu­gen: „Wir wol­len die Ge­sund­heits­kom­pe­tenz der Be­völ­ke­rung und die Prä­ven­ti­on in al­len Le­bens­be­rei­chen deut­lich stär­ken.“ Als ge­eig­ne­tes Mit­tel nennt der Ent­wurf des Ko­ali­ti­ons­ver­tra­ges ei­ne Wei­ter­ent­wick­lung des Prä­ven­ti­ons­ge­set­zes. Es ist seit 2015 in Kraft und sieht un­ter an­de­rem jähr­lich ei­ne hal­be Mil­li­ar­de Eu­ro für Ge­sund­heits­för­de­rung und Prä­ven­ti­on vor.

Ju­gend­schutz: Schutz vor Ver­lo­ckun­gen

Wel­che Maß­nah­men das sein sol­len, lässt der Ent­wurf noch of­fen. Je­doch geht aus ei­ner wei­te­ren Pas­sa­ge her­vor, dass Her­an­wach­sen­de künf­tig bes­ser vor schäd­li­chen Ver­lo­ckun­gen ge­schützt wer­den sol­len: „An Kin­der ge­rich­te­te Wer­bung be­darf der kri­ti­schen Be­ob­ach­tung.“ Nö­tig sei­en auch auf eu­ro­päi­scher Ebe­ne Ver­hal­tens­re­geln, „die ei­nen ver­ant­wort­li­chen Um­gang der Wirt­schaft mit an Kin­der ge­rich­te­ter Wer­bung be­inhal­ten“.

Frei­wil­li­ge Selbst­be­schrän­kung aus Ver­ant­wor­tung

Reemts­ma be­grüßt, dass CDU, CSU und SPD sich noch stär­ker dar­auf kon­zen­trie­ren wol­len, Kin­der mit ge­eig­ne­ter Prä­ven­ti­on vor er­näh­rungs- und ver­hal­tens­be­ding­ten Krank­hei­ten zu schüt­zen. Des­halb un­ter­wer­fen Zi­ga­ret­ten­her­stel­ler sich schon längst freiwilligen Selbstbeschränkungen in der Ver­mark­tung. Sie ver­zich­ten un­ter an­de­rem auf Dar­stel­lun­gen und Be­griff­lich­kei­ten, die für die Welt von Kin­dern und Ju­gend­li­chen ty­pisch sind, und auf Wer­be­mit­tel, die Her­an­wach­sen­de be­son­ders an­spre­chen könn­ten.

Wir sind uns mit den Groß­ko­ali­tio­nä­ren ei­nig, wenn sie in ih­rem Pa­pier fest­stel­len: „Kin­der sind kei­ne klei­nen Er­wach­se­nen.“ Des­halb dür­fen sie na­tür­lich eben­so wie Ju­gend­li­che kei­ne Ziel­grup­pe für Ta­bak­mar­ke­ting sein.