09.11.2017 Facts

Warn­hin­wei­se bald auch für Apps?

Nord­rhein-West­fa­len plant laut ei­nem Be­richt der „Rhei­ni­sche Pos­t“ vom Mitt­woch ei­ne Ge­set­zes­än­de­rung: Wer Smart­pho­ne-Apps nutzt, läuft Ge­fahr, Op­fer von Da­ten­klau zu wer­den, denn über die­se Apps kön­nen auf ganz le­ga­le Wei­se Da­ten des Nut­zers ein­ge­sam­melt wer­den. Um die Ver­brau­cher bes­ser da­vor zu schüt­zen, will Nord­rhein-West­fa­len ei­ne Ge­set­zes­än­de­rung an­sto­ßen.

Ziel ist es, dass An­wen­dungs­pro­gram­me wie zum Bei­spiel die Jog­ger-App „Run­tas­tic“ des Sport­ar­ti­kel­her­stel­lers Adi­das oder das Chat­pro­gramm Whats­App von Face­book künf­tig mit pro­mi­nent plat­zier­ten Da­ten­schutz-Warn­hin­wei­sen ver­se­hen wer­den – ähn­lich den Ge­sund­heits-Warn­hin­wei­sen auf Zi­ga­ret­ten­pa­ckun­gen.

„Wir wol­len die An­bie­ter von Apps zu ei­nem Da­ten-But­ton ver­pflich­ten, der an zen­tra­ler Stel­le und schon vor dem Ver­trags­ab­schluss in über­sicht­li­cher und ver­ständ­li­cher Form über sämt­li­che Da­ten in­for­miert, die das je­wei­li­ge Pro­gramm bei dem Nut­zer ein­sam­mel­t“, sag­te Jus­tiz­mi­nis­ter Pe­ter Biesen­bach (CDU) der Zei­tung. Die ent­spre­chen­den Hin­wei­se in den All­ge­mei­nen Ge­schäfts­be­din­gun­gen ge­hen den Kri­ti­kern bis­lang nicht weit ge­nug, sie sei­en we­der pla­ka­tiv noch aus­rei­chend ver­ständ­lich. Für die ver­pflich­ten­de Ein­füh­rung des Da­ten-But­tons will Biesen­bach über ei­ne Bun­des­rats­in­itia­ti­ve das Bür­ger­li­che Ge­setz­buch än­dern.

Bay­erns Jus­tiz­mi­nis­ter Win­fried Baus­back (CSU) un­ter­stützt laut ei­ner Mel­dung vom Mitt­woch Abend ei­ne Da­ten­schutz-In­itia­ti­ve von Nord­rhein-West­fa­len. «Für die Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher muss trans­pa­rent sein, wel­che Da­ten sie preis­ge­ben, wenn sie ei­ne App her­un­ter­la­den und ver­wen­den», sag­te Baus­back am Mitt­woch der Deut­schen Pres­se-Agen­tur.