29.05.2018 Facts

Ansichts­sa­che: Tabak­her­stel­ler in der gesell­schaft­li­chen Wahr­neh­mung

Kaum einem Kon­sum­gut ist in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten so ein Wan­del wider­fah­ren wie dem Tabak: Die Mei­nung über Ziga­ret­ten und die gesell­schaft­li­che Wahr­neh­mung des Rau­chens haben sich ver­än­dert. Sta­tis­ti­ken zei­gen, dass immer weni­ger Men­schen rau­chen: Der Anteil der Rau­cher an der welt­wei­ten Gesamt­be­völ­ke­rung ist zwi­schen 1990 und 2015 um fast ein Drit­tel auf 15,3 % zurück­ge­gan­gen.

Neu­ar­ti­ge Pro­duk­te wie E-Ziga­ret­ten geben dem Habi­tus des Rau­chers ein wei­te­res, ein neu­es Gesicht. Wer sich infor­mie­ren will, sucht im Inter­net nach rele­van­ten Infor­ma­tio­nen. Und wer suchet, der fin­det, wie wir alle wissen. Dabei kur­sie­ren neben veri­fi­zier­ten Daten auch Mythen und viel Halb­wis­sen, die beim Leser zu einer undurch­sich­ti­gen Fak­ten­la­ge rund um das The­ma Tabak­kon­sum oder auch tabak­freie Alter­na­ti­ven führt.

Fest steht: Die öffent­li­che Debat­te über Tabak und die tabak­freie E-Ziga­ret­te ist oft ver­zerrt und geprägt von nicht veri­fi­zier­ten Aus­sa­gen. Vor­ur­tei­le und Mythen kur­sie­ren. REE:THINK hat vier von ihnen auf­ge­grif­fen und ent­spre­chen­de Reemts­ma-Ansich­ten zu den The­men zusam­men­ge­fasst.

1. Häufig hört man: „Tabakhersteller sind verantwortungslos“

Fakt ist: Neben den engen gesetz­li­chen Regu­la­ri­en, in denen sich die Her­stel­ler heut­zu­ta­ge bewe­gen müs­sen, ist sich Reemts­ma als Her­stel­ler von Tabak- und Niko­tin­pro­duk­ten der beson­de­ren Verantwortung gegen­über der Gesell­schaft und ins­be­son­de­re gegen­über Schutz­be­dürf­ti­gen bewusst und ach­tet in beson­de­rem Maße auf ver­ant­wor­tungs­vol­le Ver­mark­tung und Ver­kauf. Reemts­ma hat sich deut­lich stren­ge­re Mar­ke­ting­richt­li­ni­en auf­er­legt als die gesetz­li­chen. So stellt das Unter­neh­men sicher, dass sich die Kom­mu­ni­ka­ti­on aus­schließ­lich an erwach­se­ne Kon­su­men­ten rich­tet. Influ­en­cer, coo­le Tes­ti­mo­ni­als aus Show­busi­ness oder Sport sind eben­so tabu wie Pla­ka­te im Umkreis von Kitas, Schu­len oder Jugend­zen­tren.

Werb­li­che Maß­nah­men rich­ten sich dem­nach weder an Jugend­li­che noch ver­wen­det Reemts­ma Ele­men­te, die typisch für die Welt der Jugend­li­chen sind. Dem Jugend­schutz gilt die Verantwortung in beson­de­rem Maße: Kin­der und Jugend­li­che sol­len nie­mals rau­chen oder damp­fen. Aktu­el­le Zah­len bele­gen, dass die Jugend­schutz­vor­ga­ben sowie die Selbst­ver­pflich­tung von Reemts­ma und der übri­gen deut­schen Tabak­in­dus­trie Wir­kung zei­gen: Der Anteil der rau­chen­den 12- bis 17-Jäh­ri­gen ist seit dem Jahr 2001 von 27,5 % auf 7,8 % im Jahr 2015 um weit mehr als die Hälf­te gesun­ken.

Fakt ist aber auch: Erwach­se­ne rau­chen aus ver­schie­de­nen Grün­den und sie soll­ten die Frei­heit haben, dies zu tun. Reemts­ma unter­stützt eine auf­ge­klär­te, indi­vi­du­el­le Ent­schei­dung und weist stets auf die mit dem Rau­chen ver­bun­de­nen Risi­ken hin.

2. Häufig hört man: „E-Zigaretten sind genauso schädlich wie Zigaretten“

Fakt ist: Auch E-Ziga­ret­ten sind nicht risi­ko­frei. Aber E-Ziga­ret­ten sind bis zu 95 % weni­ger schäd­lich als klas­si­scher Tabak.

Meh­re­re unab­hän­gi­ge Stu­di­en kom­men zu dem Ergeb­nis, dass E-Ziga­ret­ten deut­lich weni­ger schäd­lich als her­kömm­li­che Ziga­ret­ten sind. Die Wich­tigs­te kommt von Public Health Eng­land (PHE), einer Bera­tungs­agen­tur des bri­ti­schen Gesund­heits­mi­nis­te­ri­ums. In einer über­ar­bei­te­ten Stu­die heißt es, dass E-Ziga­ret­ten ein geeig­ne­tes Mit­tel sei­en, jähr­lich Zehn­tau­sen­de bis­he­ri­ge Rau­cher vor den Risi­ken zu schüt­zen. „Unser neu­er Bericht bestä­tigt, dass Vaping nur einen Bruch­teil des Risi­kos des Rau­chens dar­stellt und min­des­tens 95 % weni­ger schäd­lich ist“, sagt Pro­fes­sor John New­ton, Direc­tor for Health Impro­ve­ment von PHE.

3. Häufig hört man: „Studien sind doch alle von der Tabakindustrie bezahlt“

Fakt ist: Es gibt bei­des: Sowohl exter­ne, unab­hän­gi­ge Stel­len for­schen, aber auch die Tabak­in­dus­trie. Vie­le Auf­trag­ge­ber, so auch die oben zitier­te bri­ti­sche Regie­rungs­agentur Public Health, arbei­ten unab­hän­gig. Der E-Ziga­ret­ten­markt ist in UK bereits deut­lich wei­ter ent­wi­ckelt, als in Deutsch­land ­– es erfolgt eine zumeist sehr kon­struk­ti­ve, dif­fe­ren­zier­te Aus­ein­an­der­set­zung mit Fakten und vor allem einem Blick auf die Chan­cen, die sich für Rau­cher mit einem Wech­sel zur E-Ziga­ret­te erge­ben.

Für alle Stu­di­en gilt: abso­lu­te Trans­pa­renz. Spon­so­ren und betei­lig­te Unter­neh­men wer­den auf­ge­führt. Es gibt auch Stu­di­en, bei denen For­scher aus unse­ren eige­nen Rei­hen dabei sind, dies ist dann in den Quel­len­an­ga­ben jeweils offen ein­seh­bar.

 4. Häufig hört man: „Die Tabakindustrie hat kein Interesse, Schmuggel zu unterbinden“

Fakt ist: Kein Mar­ken­her­stel­ler möch­te, dass sei­ne Ware ille­gal ver­trie­ben wird. Denn das scha­det sowohl dem Mar­ken­ei­gen­tum als auch dem eige­nen wirt­schaft­li­chen Erfolg. Das gilt auch für Her­stel­ler von Tabak­wa­ren. Auch wir möch­ten nicht, dass unse­re Mar­ken und Pro­duk­te ille­gal her­ge­stellt oder geschmug­gelt wer­den.

Was wird dage­gen unter­nom­men?

Ver­schie­de­ne Maß­nah­men sind eta­bliert, um Schmug­gel und Pro­dukt­pi­ra­te­rie zu unter­bin­den, ganz oben auf der Agen­da steht Track and Trace, ein Sys­tem, das jede ein­zel­ne Ziga­ret­ten­schach­tel rück­ver­folg­bar macht – von der Pro­duk­ti­on bis zum Ver­kauf. Die Idee, dem Schmug­gel durch “Tracking und Tra­cing” ent­ge­gen­zu­kom­men, ist nicht neu. Damit wird künf­tig jedes Tabak­pro­dukt vom Her­stel­ler bis zum Ver­kauf getrackt, so dass zu jedem Zeit­punkt über exter­ne, her­stel­ler­un­ab­hän­gi­ge Daten­ban­ken nach­voll­zieh­bar ist, wel­chen Weg die pro­du­zier­te Ware genom­men hat. Die­se Neue­run­gen tre­ten 2019 in Kraft.

Übri­gens: Wäh­rend für ande­re Pro­duk­te ledig­lich Ort und Datum der Her­stel­lung nach­voll­zieh­bar sein müs­sen, ist es für Tabak­wa­ren not­wen­dig, künf­tig sämt­li­che phy­si­schen Bewe­gun­gen und Ver­käu­fe nach­zu­voll­zie­hen und bis zur Ein­zel­han­dels­stel­le zu iden­ti­fi­zie­ren. Das sieht nicht ein­mal die EU-Richt­li­nie gegen gefälsch­te Medi­ka­men­te vor.

Fazit

Rau­chen ist umstrit­ten und Tabak ein Risi­ko­pro­dukt – kei­ne Fra­ge. Aber wie bei allen kon­tro­ver­sen The­men gibt es immer (min­des­tens) zwei Sei­ten der Medail­le. Reemts­ma sucht jeder­zeit den Dia­log mit allen gesell­schaft­li­chen Grup­pen, um Ver­trau­en zu erhal­ten und The­men mit Trans­pa­renz zu begeg­nen.

 

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