Weg der Cigarette
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Weg der Cigarette Tabakanbau Trocknung & Fermentation Tabakeinkauf & -handel Tabakverarbeitung Cigarettenproduktion |
Mehr als Geschmackssache
Ihren typischen Geschmack entfalten Cigaretten durch die Aromavielfalt der unterschiedlichen Tabaksorten. Die bestimmte Mischung ist charakteristisch für die jeweilige Marke. Da rundet der leicht süßliche Orient den aromatischen Virginia ab, der Burley verleiht der Mischung die „Würze“, wie Salz und Pfeffer einer Speise.
Bis zu 50 verschiedene Partien Tabak gehören in die Mischung für eine Reemtsma-Cigarettenmarke. Diese „Blend" zu finden und ihren typischen Geschmack dann bei unterschiedlich ausfallenden Ernten immer wieder neu abzustimmen, gehört zu den wichtigsten und schwierigsten Aufgaben der Produktentwicklung. Nur hoch qualifizierte Experten können durch neue Mischungen immer wieder neue Geschmacksvariationen kreieren. Sie gewährleisten, dass die Konstanz der einzelnen Geschmackskomponenten und die dadurch bewährten Kompositionen erhalten bleiben. Das Blatt bekommt Charakter
Ist die richtige Tabakmischung zusammengestellt, beginnt die maschinelle Aufbereitung des Blattguts. Im ersten Bearbeitungsschritt wird der trockene Rohtabak im Wasserdampf geschmeidig gemacht. Das zusammengepresste Blattgut löst sich voneinander, und die Poren der einzelnen Blätter öffnen sich. So sind sie vorbereitet für die nächste Verarbeitungsstufe, das Casing (Umhüllen). Dieser amerikanische Fachbegriff beschreibt das Besprühen der Blätter mit speziellen natürlichen Würzstoffen, die durch die Poren in das Blatt eindringen, um den natürlichen Duft und Geschmack des Tabaks voll zur Geltung zu bringen. Auf Transportbändern kommen die Blätter in die Casing-Trommel. Für jede Marke gibt es hier spezielle Würzrezepturen, deren genaue Zusammensetzung die Hersteller als Geheimnis hüten. Für alle Gewürzzutaten gilt jedoch, dass es sich ausschließlich um natürliche und naturidentische Produkte handelt.
Auch die Blattrippen sind wertvoll und werden aufbereitet. Mit der Rückführung der Rippe wird die Naturbilanz wiederhergestellt. Dadurch können die Nikotin- und Kondensatwerte des Tabaks gesenkt werden. Immer ein gutes Verhältnis
Die eigentliche Mischung des Tabaks findet in der Mischbox statt. Das Verfahren, das später jeder Cigarettenmarke ihren stets unverwechselbaren Geschmack garantiert, haben Reemtsma-Techniker in langen Experimenten entwickelt. Ein Mischwagen füllt dabei Lage für Lage das Bodenband der Box, in der in einem Arbeitsgang bis zu zehn Tonnen Tabak gemischt werden können. Diese Mischung läuft dann in gleichmäßigen Tabakschnüren auf mehreren Bändern dicht nebeneinander her auf große, rotierende Kämme zu, die die Blätter vom Band harken und zu einer neuen lockeren Mischung vereinen. Dieses Verfahren garantiert absolute Mischungstreue, denn so kommen immer gleiche Anteile der unterschiedlichen Tabakpartien in die jeweilige markentypische Blend. Maschinen
Jetzt endlich, aufbereitet und gut gemischt, kommen die Tabakblätter unter das Messer. In atemberaubender Geschwindigkeit und mit ungeheurer Präzision, wie sie nur modernste, elektronisch gesteuerte Maschinen erreichen können, werden die Blätter zerteilt. Bis zu 3.600 Schnitte pro Minute schaffen die blitzschnell rotierenden Messer der Maschine. Sie schneiden das Blattgut dabei in exakt 0,75 Millimeter breite Fasern – eine Stärke, die bei Cigaretten den optimalen Rauchgenuss beschert.
Doch bevor aus dem geschnittenen Tabak Cigaretten gedreht werden können, muss er noch einmal auf Soll-Feuchte gebracht werden. Anschließend wird der Rippenschnitt zugefügt und die Mischung damit komplettiert. Danach warten die 80 bis 100 Tonnen einer Tagesproduktion, jede markenspezifische Mischung für sich in geschlossenen Behältern, auf Staubändern oder in computergesteuerten Hochregal-Lagern auf ihr Signal aus dem Computerterminal der Cigarettenfabrik.
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