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Wie eine Ziga­ret­te ent­steht – vom Anbau des Tabaks bis zum Ver­kauf

Vom Anbau bis in den Han­del durch­läuft der Tabak einen lan­gen Weg. Beglei­ten Sie uns auf eine span­nen­de Rei­se bis zur fer­ti­gen Ziga­ret­te: von den Fel­dern Vir­gi­ni­as bis zum Ver­pa­cken in der Fabrik.

Tabak gehört zu den ältes­ten Genuss­mit­teln, die der Mensch kennt und kul­ti­viert hat. Bereits in vor­ge­schicht­li­cher Zeit bau­ten Indi­os in Süd­ame­ri­ka die­ses Nacht­schat­ten­ge­wächs an, das nur in beson­ders son­ni­gen Regio­nen gedeiht.

Um das Jahr 1560 trat der Tabak dann sei­nen Sie­ges­zug durch Euro­pa an und ist heu­te das welt­weit am wei­tes­ten ver­brei­te­te Genuss­mit­tel. Tabak wird in der Pfei­fe geraucht, ein­ge­hüllt in ein Deck­blatt als Zigar­re oder Ziga­ril­lo und – bei Wei­tem am häu­figs­ten – als Ziga­ret­te.

Doch bis zum Rauch­ge­nuss ist es ein lan­ger Weg: von der Aus­saat der win­zi­gen Tabak­sa­men über die Ern­te der Blät­ter, die Trock­nung und Fer­men­ta­ti­on, die Mischung und Auf­be­rei­tung bis hin zum Schnei­den und Umhül­len des Tabaks mit dem spe­zi­el­len Ziga­ret­ten­pa­pier und schluss­end­lich zur Ver­pa­ckung und Aus­lie­fe­rung.

© Reemtsma

Die drei Tabaksorten auf einen Blick

 

Virginia-Tabak

Der heiß­luft­ge­trock­ne­te, groß­blätt­ri­ge Vir­gi­nia-Tabak wur­de, wie sein Name ver­mu­ten lässt, erst­mals im US-Bun­des­staat Vir­gi­nia ange­baut. Dort ist er auch heu­te noch ein wich­ti­ger Teil der land­wirt­schaft­li­chen Pro­duk­ti­on. Inzwi­schen wird Vir­gi­nia-Tabak auch in vie­len ande­ren Regio­nen der Welt gepflanzt, in denen genug Son­ne scheint.

Orient-Tabak

Der Ori­ent-Tabak, der zu Beginn des 20. Jahr­hun­derts den Ziga­ret­ten­ge­schmack domi­nier­te, ist eine klein­wüch­si­ge, son­nen­ge­trock­ne­te Sor­te, die über­wie­gend in den Bal­kan­län­dern, in Mit­tel­asi­en und in klei­ne­rem Umfang in Fern­ost und Afri­ka auf kar­gen, stei­ni­gen Böden gedeiht.

Burley-Tabak

Unklar ist die Her­kunft des Namens beim luft­ge­trock­ne­ten Bur­ley-Tabak, einem kräf­ti­gen, dun­kel­brau­nen Tabak. Ver­mut­lich gab ihm ein Pflan­zer in Ohio, der ihn als Ers­ter kul­ti­vier­te, sei­nen Namen.

Alles über Anbau und Ernte von Tabak

Die Tabak­pflan­ze ent­wi­ckelt sich aus win­zi­gen Samen­kör­nern, 12.000 von ihnen wie­gen gera­de ein Gramm. Für die Saat wer­den die Samen mit Was­ser ver­mischt und in Saat­bee­te „ein­ge­gos­sen”, denn nur so ist eine gleich­mä­ßi­ge Ver­tei­lung der Pflan­zen sicher­zu­stel­len.

Nach fünf bis sechs Wochen kom­men dann die 16 bis 18 Zen­ti­me­ter hohen Setz­lin­ge vom Saat­beet auf die Fel­der, wo genü­gend Platz vor­han­den ist, um sich zur vol­len Höhe von bis zu zwei Metern zu ent­wi­ckeln. Auch dabei braucht die Pflan­ze stän­dig inten­si­ve Pfle­ge. So muss die Erd­kru­me immer wie­der auf­ge­lo­ckert wer­den, damit die Wur­zeln mit genü­gend Sauer­stoff ver­sorgt wer­den. Zwei bis drei Mona­te braucht der Tabak im Feld zum Rei­fen. Den Rei­fe­grad und rich­ti­gen Zeit­punkt für die Ern­te erkennt man an der Fär­bung der Blät­ter und ihrer Zell­struk­tur.

Jeder Tabak braucht Pflege

Der Bur­ley-Tabak unter­schei­det sich in einem wich­ti­gen Punkt von sei­nen „Art­ge­nos­sen”: Als ein­zi­ger Tabak wird er als gan­ze Pflan­ze und nur in gro­ßen Anbau­ge­bie­ten geern­tet. Dage­gen wer­den beim Vir­gi­nia- und Ori­ent-Tabak immer die unte­ren Blät­ter gepflückt, sodass sie in meh­re­ren Stu­fen, der Blatt­rei­fe fol­gend, geern­tet wer­den. Ern­te­zeit ist immer der Hoch­som­mer, wenn die Son­ne ihre gan­ze Kraft ent­fal­tet. Aller­dings beginnt die Ern­te der Tabak­blät­ter bereits in den frü­hen Mor­gen­stun­den noch vor Son­nen­auf­gang.

Zwar wer­den in den USA und in Kana­da auch Maschi­nen ein­ge­setzt, aber in den meis­ten Anbau­ge­bie­ten ist die Tabak­ern­te heu­te noch Hand­ar­beit. Das gilt auch für die deut­schen Tabak­fel­der in der Ober­rhei­ni­schen Tief­ebe­ne, einem der ältes­ten Anbau­ge­bie­te Euro­pas.

Die Trocknung des Tabaks

Tabak ist nicht gleich Tabak. Jede Sor­te bedarf des­halb auch einer ganz beson­de­ren Art der Trock­nung:

Sun curing

Ori­ent-Tabak wird nach kur­zer Vor­trock­nung Blatt für Blatt auf lan­ge Schnü­re gezo­gen und an einem luf­ti­gen Ort über­wie­gend in der Son­ne auf­ge­hängt. Die Tabak­gir­lan­den brau­chen dann etwa vier Wochen Zeit zum Trock­nen beim soge­nann­ten „sun curing“.

Flue curing

Vir­gi­nia-Tabak wird dage­gen mit der Röh­ren­trock­nung, dem „flue curing”, bear­bei­tet: Die Blät­ter wer­den in einem Tro­cken­schup­pen auf­ge­hängt und mit hei­ßer Luft umbla­sen, die durch ein Röh­ren­sys­tem gelei­tet wird. Ins­ge­samt dau­ert die Pro­ze­dur vier bis sie­ben Tage

Bulk curing

Die­se Pro­ze­dur ist etwas auf­wen­di­ger: Über ein geschlos­se­nes Hei­zungs- und Belüf­tungs­sys­tem wer­den Schwan­kun­gen der Außen­tem­pe­ra­tur und der Luft­feuch­tig­keit aus­ge­gli­chen. Bei die­sem Trock­nungs­ver­fah­ren wird dann die typi­sche oran­ge­gel­be Far­be des Vir­gi­nia-Blat­tes fixiert. Vier bis sie­ben Tage dau­ert der Pro­zess.

Air curing

Sechs bis acht Wochen hän­gen die gan­zen Pflan­zen des Bur­ley in luf­ti­gen Scheu­nen und Ver­schlä­gen, durch die immer ein leich­ter Wind weht. Dann hat das „air curing” den Blät­tern ihre typi­sche Kakao­far­be und den eben­falls an Kakao erin­nern­den Duft und Geschmack ver­lie­hen. Eini­ge Tabak­ty­pen müs­sen nach der Trock­nung noch fer­men­tiert wer­den.

So funktioniert die Fermentation

Bei der Fer­men­ta­ti­on, dem Gärungs­pro­zess, wird das typi­sche Aro­ma des Tabaks aus­ge­bil­det. Wäh­rend die­ses Fer­men­ta­ti­ons­vor­gan­ges, der meh­re­re Wochen dau­ern kann, wer­den Eiweiß­stof­fe abge­baut sowie wei­te­re che­mi­sche Pro­zes­se durch­lau­fen. Dadurch wird die end­gül­ti­ge Geschmacks­ty­pik des Tabaks gebil­det.

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Der Einkaufsprozess – auf die richtige Auswahl kommt es an

Die Ein­käu­fer wis­sen genau, wor­auf es beim Tabak ankommt. Sie sehen, rie­chen und füh­len den Unter­schied, den die Rau­cher spä­ter ein­mal schme­cken wer­den. An die­ser Stel­le setzt bereits die Qua­li­täts­prü­fung ein, denn Trock­nung und Fer­men­ta­ti­on sind für die Qua­li­tät des Tabaks ent­schei­dend. Selbst inner­halb einer bestimm­ten Tabaks­or­te gleicht eine Par­tie nicht der ande­ren. Der getrock­ne­te Tabak wird jetzt nach Qua­li­tät sor­tiert und gebün­delt, denn eben­so wie die Tabaks­or­te bestimmt die Güte der Blät­ter den Preis einer Par­tie.

Die Ein­käu­fer suchen dabei gezielt die Blät­ter einer Pflan­ze aus, die dann auch die erfor­der­li­che Niko­tin- und Geschmacks­ty­pik einer fer­ti­gen Par­tie erge­ben. Für den Export der Taba­ke wer­den die ein­zel­nen Tabak­par­ti­en entrippt, nach Reemts­ma-Spe­zi­fi­ka­ti­on gepackt und von den Exper­ten über­prüft.

Tabakkauf – mit Sorgfalt und Erfahrung auswählen

Die Qua­li­täts­kon­trol­le beim Tabak­kauf ist aller­dings nur der Beginn einer Rei­he fort­wäh­ren­der Prü­fun­gen, denen der Tabak auf sei­nem wei­te­ren Weg zur Ziga­ret­te unter­zo­gen wird. Lan­ge vor der Ver­ar­bei­tung in der Reemts­ma Fabrik wer­den die Tabak­par­ti­en mit moderns­ten Ana­ly­se­me­tho­den noch­mals unter­sucht und erhal­ten einen Steck­brief. Alle Daten wer­den in einem Com­pu­ter gespei­chert. Dies erleich­tert die spä­te­re Ver­wen­dung beim Auf­bau von Mischungs­po­si­tio­nen.

Sind die Ein­käu­fer von der Qua­li­tät der Ware über­zeugt, wird der Han­del abge­schlos­sen. Im Ori­ent reicht dafür wie seit Jahr­hun­der­ten der Hand­schlag zwi­schen Ein­käu­fer und Händ­ler. In den USA und in Kana­da, in Indi­en, Sim­bab­we und Mala­wi wech­selt der Tabak auf Auk­tio­nen den Besit­zer. In vie­len Her­kunfts­län­dern gibt es Zwi­schen­la­ger, in denen der Tabak vor der Ver­schif­fung im war­men Kli­ma sei­nes Her­kunfts­lan­des wei­ter rei­fen und sich „ent­fal­ten” kann.

Wir haben was auf Lager

Tabak­han­del war schon immer ein welt­wei­tes Geschäft – und so war Reemts­ma auch schon immer ein Glo­bal Play­er. Ein­ge­kauft wird der Tabak der­zeit in über 30 ver­schie­de­nen Län­dern, denn Reemts­ma Ziga­ret­ten sind ein welt­weit nach­ge­frag­tes Genuss­mit­tel.

Ob in Bal­len von 20 bis 54 Kilo­gramm Gewicht und in Jute ver­packt – wie es beim Ori­ent-Tabak noch wie vor 100 Jah­ren üblich ist – oder in 200 Kilo­gramm schwe­ren Kar­tons: Der Tabak kommt per Schiff oder auf dem Land­we­ge aus der gan­zen Welt nach Ham­burg. Dort unter­hält Reemts­ma im Frei­ha­fen eines der moderns­ten Roh­ta­bak­la­ger Deutsch­lands. Auf 30.000 Qua­drat­me­tern war­ten hier rund 30 Mil­lio­nen Kilo­gramm Tabak auf die Wei­ter­ver­ar­bei­tung. Das ist die Hälf­te des Bestan­des, den Reemts­ma stän­dig gela­gert hält – und es ist den­noch nicht genug für eine Jah­res­pro­duk­ti­on. Allein in den deut­schen Pro­duk­ti­ons­stät­ten ver­ar­bei­tet Reemts­ma jähr­lich 40 Mil­lio­nen Kilo­gramm Tabak, und welt­weit sind es mehr als 240 Mil­lio­nen.

Je nach Typ bleibt der Roh­ta­bak sechs bis 24 Mona­te im Lager. Dabei reift er nach und ent­fal­tet sein vol­les Aro­ma. Immer wie­der kon­trol­lie­ren die Exper­ten von Reemts­ma in die­ser Zeit den Zustand der Blät­ter.

Geschmackssache

Ihren typi­schen Geschmack ent­fal­ten Ziga­ret­ten durch die Aro­ma­viel­falt der unter­schied­li­chen Tabaks­or­ten. Jede Mar­ke hat ihre eige­ne, cha­rak­te­ris­ti­sche Mischung. Der leicht süß­li­che Ori­ent-Tabak run­det den aro­ma­ti­schen Vir­gi­nia-Tabak ab und der Bur­ley-Tabak ver­leiht der Mischung die „Wür­ze“, wie Salz und Pfef­fer einer Spei­se.

Bis zu 50 ver­schie­de­ne Par­ti­en Tabak gehö­ren für eine Ziga­ret­te von Reemts­ma in die Mischung. Die­sen „Blend” zu fin­den und sei­nen typi­schen Geschmack dann bei unter­schied­lich aus­fal­len­den Ern­ten immer wie­der neu abzu­stim­men, gehört zu den wich­tigs­ten und schwie­rigs­ten Auf­ga­ben der Pro­dukt­ent­wick­lung.

Es ist eine ganz eige­ne Wis­sen­schaft, durch ver­schie­de­ne Mischun­gen immer wie­der neue Geschmacks­va­ria­tio­nen kre­ieren. Die Exper­ten von Reemts­ma gewähr­leis­ten, dass die Kon­stanz der ein­zel­nen Geschmacks­kom­po­nen­ten und die dadurch bewähr­ten Kom­po­si­tio­nen erhal­ten blei­ben.

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Im Werk: der Produktionsprozess

1. Eine natürliche Mischung ist das Geheimnis

Ist die rich­ti­ge Tabak­mi­schung zusam­men­ge­stellt, beginnt die maschi­nel­le Auf­be­rei­tung des Blatt­guts.

  • Im ers­ten Bear­bei­tungs­schritt wird der tro­cke­ne Roh­ta­bak in Was­ser­dampf geschmei­dig gemacht. Das zusam­men­ge­press­te Blatt­gut löst sich von­ein­an­der und die Poren der ein­zel­nen Blät­ter öff­nen sich. So sind sie vor­be­rei­tet für die nächs­te Ver­ar­bei­tungs­stu­fe, das „Casing“ (Umhül­len). Die­ser Fach­be­griff beschreibt das Besprü­hen der Blät­ter mit spe­zi­el­len natür­li­chen Würz­stof­fen, die durch die Poren in das Blatt ein­drin­gen, um den natür­li­chen Duft und Geschmack des Tabaks voll zu ent­fal­ten. Auf Trans­port­bän­dern kom­men die Blät­ter in die Casing-Trom­mel.
  • Für jede Mar­ke gibt es hier spe­zi­el­le Würz­re­zep­tu­ren, deren genaue Zusam­men­set­zung die Her­stel­ler als Geheim­nis hüten. Für alle Gewürz­zu­ta­ten gilt jedoch, dass es sich aus­schließ­lich um natür­li­che und natur­i­den­ti­sche Pro­duk­te han­delt. Auch die Blat­trip­pen sind wert­voll und wer­den auf­be­rei­tet. Mit der Rück­füh­rung der Rip­pe wird die Natur­bi­lanz wie­der­her­ge­stellt. Dadurch kön­nen die Niko­tin- und Kon­den­sat­wer­te des Tabaks gesenkt wer­den.
  • Die eigent­li­che Mischung des Tabaks fin­det in der Misch­box statt. Das Ver­fah­ren, das spä­ter jeder Ziga­ret­ten­mar­ke ihren stets unver­wech­sel­ba­ren Geschmack garan­tiert, haben Reemts­ma Tech­ni­ker in lan­gen Expe­ri­men­ten ent­wi­ckelt. Ein Misch­wa­gen füllt dabei Lage für Lage das Boden­band der Box. In einem Arbeits­gang kön­nen in der Box bis zu zehn Ton­nen Tabak gemischt wer­den.
  • Die­se Mischung läuft dann in gleich­mä­ßi­gen Tabak­schnü­ren auf meh­re­ren Bän­dern dicht neben­ein­an­der her auf gro­ße, rotie­ren­de Käm­me zu, die die Blät­ter vom Band har­ken und zu einer neu­en, locke­ren Mischung ver­ei­nen. Die­ses Ver­fah­ren garan­tiert, dass immer glei­che Antei­le der unter­schied­li­chen Tabak­par­ti­en in den jewei­li­gen mar­ken­ty­pi­schen Blend gemischt wer­den.

2. So wird eine Zigarette draus

  • Jetzt end­lich, auf­be­rei­tet und gut gemischt, kom­men die Tabak­blät­ter unter das Mes­ser. In atem­be­rau­ben­der Geschwin­dig­keit und mit unge­heu­rer Prä­zi­si­on, wie sie nur moderns­te, elek­tro­nisch gesteu­er­te Maschi­nen errei­chen kön­nen, wer­den die Blät­ter zer­teilt. Bis zu 3.600 Schnit­te pro Minu­te schaf­fen die blitz­schnell rotie­ren­den Mes­ser der Maschi­ne. Sie schnei­den das Blatt­gut dabei in exakt 0,75 Mil­li­me­ter brei­te Fasern – eine Stär­ke, die bei Ziga­ret­ten den opti­ma­len Rauch­ge­nuss beschert.
  • Doch bevor aus dem geschnit­te­nen Tabak Ziga­ret­ten gedreht wer­den kön­nen, muss er noch ein­mal auf Soll­feuch­te gebracht wer­den. Anschlie­ßend wird der Rip­pen­schnitt zuge­fügt und die Mischung damit kom­plet­tiert. Danach war­ten die 80 bis 100 Ton­nen einer Tages­pro­duk­ti­on, jede mar­ken­spe­zi­fi­sche Mischung für sich, in geschlos­se­nen Behäl­tern.
  • Ein Signal gibt den Weg frei für die voll­au­to­ma­ti­sche Ziga­ret­ten­pro­duk­ti­on. Der Com­pu­ter ruft die benö­tig­ten Men­gen der vor­be­rei­te­ten Mischun­gen aus dem Lager ab und führt sie über Rohr­lei­tun­gen den Ziga­ret­ten­ma­schi­nen zu. Sie sind das Herz­stück der Fabrik. In der Ziga­ret­ten­ma­schi­ne wird zusam­men­ge­führt, was zu einer Ziga­ret­te gehört: der Tabak, das Ziga­ret­ten­pa­pier und bei Fil­ter­zi­ga­ret­ten die Strei­fen für das Mund­stück und den Fil­ter. Zuerst spult das Papier ab. Vier bis sechs Kilo­me­ter lang ist der Papier­strei­fen auf einer Rol­le, der soge­nann­ten „Bobi­ne“. Das reicht für 15 Minu­ten Pro­duk­ti­ons­zeit. Wäh­rend die Rol­le abläuft, prägt eine win­zi­ge Druck­ma­schi­ne in rasan­tem Stak­ka­to das jewei­li­ge Mar­ken­zei­chen der Ziga­ret­te auf die Außen­sei­te.
  • Ganz am Rand trägt gleich­zei­tig ein ande­res Aggre­gat mil­li­me­ter­ge­nau eine Leim­spur auf den Papier­strei­fen auf. Auf das lau­fen­de Papier­band wird jetzt die zu einem Strang vor­ge­form­te Tabak­mi­schung gescho­ben. Gemein­sam glei­ten Papier und Tabak in die For­mat­kam­mer. Hier wird der Tabak von dem Ziga­ret­ten­pa­pier umhüllt und die Naht über­lappt und ver­klebt.

3. Mit Filter oder ohne?

Eine „Fil­ter­lo­se” ist an die­ser Stel­le des Pro­duk­ti­ons­we­ges fer­tig – doch mehr als 90 Pro­zent der Rau­che­rin­nen und Rau­cher grei­fen lie­ber zur Fil­ter­zi­ga­ret­te. Natür­lich gibt es auch für die­se Pro­duk­ti­on eine aus­ge­klü­gel­te Maschi­ne. Dabei wird der Strang in Ziga­ret­ten dop­pel­ter Län­ge geschnit­ten, die­se wer­den hal­biert und in der Mit­te wird ein Ziga­ret­ten­fil­ter dop­pel­ter Län­ge ein­ge­setzt. Mit Mund­stück­pa­pier umwi­ckelt, wird die dop­pel­te Ziga­ret­te in der Mit­te durch­schnit­ten, bevor eine von ihnen um 180 Grad in die rich­ti­ge Rich­tung gedreht wird, um sie für den Pack­vor­gang aus­zu­rich­ten.

4. Die Qualität muss stimmen

Voll­au­to­ma­ti­sche Sen­so­ren sor­gen dafür, dass jede ein­zel­ne Ziga­ret­te geprüft wird. Zusätz­lich wer­den in der Pro­duk­ti­on der Reemts­ma Ciga­ret­ten­fa­bri­ken in engen Abstän­den Stich­pro­ben ent­nom­men. So lässt sich trotz rasan­ter, auto­ma­ti­sier­ter Abläu­fe die typi­sche Qua­li­tät von Reemts­ma garan­tie­ren. Nach fol­gen­den Kri­te­ri­en wird geprüft: Stimmt das Gewicht? Ist die Ziga­ret­te fest gefüllt? Hat der Tabak genü­gend Feuch­tig­keit? Und sichert die Durch­läs­sig­keit des Fil­ters ein gleich­mä­ßi­ges Abbren­nen und damit auch den Wohl­ge­schmack der Ziga­ret­te?

5. Am Schluss wird alles gut verpackt

Auch das Ver­pa­cken der fer­ti­gen Ziga­ret­ten läuft auto­ma­tisch. Grei­fer rol­len das Ein­schlag­pa­pier und die bestimm­te Anzahl Ziga­ret­ten, Bän­der schie­ben die Packungs­zu­schnit­te drum her­um. Die Schach­teln, in Form, Far­be und Gestal­tung sicht­ba­re Zei­chen ihrer Mar­ke, fal­ten sich zusam­men. Zum Schluss wird die Schach­tel mit einer Schutz­fo­lie umhüllt, um die Ziga­ret­ten frisch zu hal­ten. Die gesam­te Her­stell­ket­te und alle dabei ver­wen­de­ten Mate­ria­li­en unter­lie­gen sorg­fäl­tig auf­ein­an­der abge­stimm­ten Qua­li­täts­nor­men, deren strik­te Ein­hal­tung stän­dig über­prüft wird. So wer­den die gesetz­li­chen Vor­schrif­ten erfüllt, und vor allem wird sicher­ge­stellt, dass Reemts­ma Pro­duk­te den Genuss bie­ten, den die Rau­cher zu schät­zen wis­sen.

Reemts­ma legt bei den Ver­pa­ckun­gen Wert dar­auf, dass umwelt­ver­träg­li­ches Mate­ri­al ein­ge­setzt wird – ein wei­te­rer Bei­trag zum Umwelt­schutz.

6. Versteuerung

Die Steu­er­ban­de­ro­le, die jetzt auf­ge­klebt wird, garan­tiert, dass Tabak- und Mehrwert­steuer abge­führt wer­den. Gut drei Vier­tel des End­prei­ses einer Schach­tel gehen als Steu­er an das Finanz­amt.