13.04.2018 Stories

Ein Besuch im For­schungs­la­bor für E-Ziga­ret­ten

Im Fokus des ers­ten Teils unse­rer Reemts­ma-Labor­se­rie steht die For­schung an neu­ar­ti­gen tabak­frei­en Pro­duk­ten wie der E-Ziga­ret­te. Was die Petri­scha­len der For­scher ent­hal­ten und wie die Rauch­ma­schi­ne SAEIVS arbei­tet, zei­gen Group Bio­lo­gi­cal Lab Mana­ger Roman Wie­czo­rek und Bio­lo­gi­cal Spe­cia­list Edgar Trel­les Sti­cken.

Ruhig ist es auf dem Flur und in den Labor­räu­men, unter einem Abzug arbei­tet eine Wis­sen­schaft­le­rin höchst kon­zen­triert mit roten Flüs­sig­kei­ten. Es sind Zel­len, wie wir spä­ter erfah­ren wer­den. Auf den ers­ten Blick ist nicht ersicht­lich, was hier erforscht und ana­ly­siert wird. Roman Wie­czo­rek erklärt es uns: „Im Ergeb­nis wol­len wir mög­li­che Aus­wir­kun­gen unse­rer Pro­duk­te auf mensch­li­che Zel­len bes­ser ver­ste­hen. Hier, im Bereich Bio­lo­gi­cal Ser­vices, beschäf­ti­gen sich Toxi­ko­lo­gen und Mole­ku­lar­bio­lo­gen damit, wie sich Rauch- und Dampf­pro­duk­te auf Gesund­heit, tabak­be­ding­te Krank­hei­ten, Rau­cher­ent­wöh­nung und Ver­brau­cher­ver­hal­ten aus­wir­ken.“

Wissenschaftliche Verantwortung

Als ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ter Tabak­her­stel­ler sieht sich Reemts­ma in der Pflicht, bei der Ent­wick­lung sei­ner hoch­wer­ti­gen Pro­duk­te den Anfor­de­run­gen der Kon­su­men­ten und natür­lich den gesetz­li­chen und regu­la­ti­ven Vor­ga­ben gerecht zu wer­den. Die Wis­sen­schafts­ex­per­ten in Reemts­mas Bio-Labor for­schen zudem an alter­na­ti­ven Pro­duk­ten – soge­nann­ten Next Gene­ra­ti­on Pro­ducts –, die das Poten­zi­al haben, mit dem Rau­chen ver­bun­de­ne Risi­ken zu redu­zie­ren. Um die­se Zie­le zu errei­chen, ana­ly­sie­ren die For­scher sehr detail­liert die Wir­kung von Dampf und Rauch auf den mensch­li­chen Orga­nis­mus und lei­ten dar­aus Erkennt­nis­se ab, um Pro­duk­te in der Zukunft immer bes­ser zu machen.

Erforschung von Zellen in der Rauchmaschine

Reemts­ma setzt für die­se Tests nie­mals leben­de Men­schen oder Tie­re ein. Es sind ledig­lich mensch­li­che und tie­ri­sche Zel­len, die mit­hil­fe von In-vitro-Ver­fah­ren unter­sucht wer­den. Unter ande­rem stam­men die Zel­len von der Leber, von den Bron­chi­en oder von der Lun­ge“, sagt Roman Wie­czo­rek. „Wir haben im Lau­fe der Zeit best­mög­li­che For­schungs­me­tho­den ent­wi­ckelt, um Tabak­pro­duk­te und ihre Wir­kung auf die Zel­len zu unter­su­chen. Wir haben zum Bei­spiel eine eige­ne Rauch­ma­schi­ne kon­stru­iert, die SAEIVS: Smo­ke Aero­sol Expo­sure In Vitro Sys­tem.“ Sie ermög­licht das direk­te Berau­chen von Zel­len. Wie­czo­rek und sein Team pas­sen die Funk­tio­nen der Maschi­ne kon­ti­nu­ier­lich den neu­en Pro­duk­ten an – auch rund um die E-Ziga­ret­te wird an die­ser Maschi­ne abge­raucht bzw. abge­dampft geforscht.

© Reemtsma

Forschungsmethoden der Zukunft

Von der Petri­scha­le bis zum Zell­kul­tur­ge­fäß, vom klas­si­schen Mikro­skop bis zur Hoch­ge­schwin­dig­keits­ka­me­ra – die Wis­sen­schaft­ler wen­den ver­schie­de­ne, auf die jewei­li­gen Bedürf­nis­se zuge­schnit­te­ne Metho­den an, um die Tabak- und Dampf­pro­duk­te zu erfor­schen. Beson­ders letz­te­re, die Elec­tro­nic Vapour Pro­ducts (EVPs), ste­hen zuneh­mend im Fokus der Unter­su­chun­gen. „Wir for­schen und ana­ly­sie­ren zum einen im Auf­trag exter­ner Komi­tees und Orga­ni­sa­tio­nen, zum Bei­spiel CORESTA, um wich­ti­gen Stan­dards gerecht zu wer­den, zum ande­ren für unse­re eige­nen Erkennt­nis­se. Spä­ter, wenn unse­re Pro­duk­te auf dem Markt sind, über­wa­chen wir wei­ter­hin die wis­sen­schaft­li­chen und medi­zi­ni­schen Ent­wick­lun­gen“, sagt Roman Wie­czo­rek. „Dabei ist es äußerst wich­tig, dass unse­re Metho­den fle­xi­bel erwei­ter­bar sind für neu­ar­ti­ge Pro­duk­te.“

Neue Teststrategien für die E-Zigarette

Im deut­schen Markt ist Reemts­ma mit der E-Ziga­ret­te myblu ver­tre­ten und trägt damit dem Kon­su­men­ten­wunsch nach einer gesund­heits­be­wuss­te­ren und tabak­frei­en Alter­na­ti­ve Rech­nung. Das Unter­neh­men spricht der Nach­fra­ge für E-Ziga­ret­ten in Zukunft wach­sen­de Bedeu­tung zu und unter­stützt deut­lich die Wei­ter­ent­wick­lung des Poten­zi­als von E-Ziga­ret­ten. „Im Hin­blick auf die Next Gene­ra­ti­on Pro­ducts müs­sen wir auch unse­re Tests und unse­re Gerä­te anpas­sen“, sagt Edgar Trel­les Sti­cken. „Unser Equip­ment ent­spricht neu­es­ten Stan­dards. Die Digi­ta­li­sie­rung beschleu­nigt die Pro­zes­se unge­mein – in immer kür­ze­ren Abstän­den kom­men immer höher ent­wi­ckel­te Gerä­te auf den Markt. Da gilt es mit­zu­hal­ten, um die Ver­gleich­bar­keit der Ana­ly­sen auch mit exter­nen For­schungs­er­geb­nis­sen gewähr­leis­ten zu kön­nen.“ Da Mil­lio­nen Rau­cher welt­weit E-Ziga­ret­ten als Alter­na­ti­ve zu Tabak ver­wen­den, ist es wich­tig, dass die For­schung mit die­sem Trend Schritt hält.

© Reemtsma

Edgar Trel­les Sti­cken zeigt uns eine Metho­de zur Unter­su­chung der zel­lu­lä­ren Wund­hei­lung: „Ein Bereich, den wir unter­su­chen, ist die Wir­kung von E-Ziga­ret­ten-Liquids auf mensch­li­che Zel­len. Ein dicht gewach­se­ner Zell­ra­sen wird in einem defi­nier­ten Bereich ver­wun­det und anschlie­ßend mit E-Ziga­ret­ten-Liquid oder Ziga­ret­ten­rauch­kon­den­sat behan­delt. Unser Equip­ment kann mit bild­ba­sier­ten Metho­den mes­sen, wel­chen Ein­fluss die Test­sub­stan­zen auf die Wund­hei­lung haben. Das ist ein Bei­spiel, das Rele­vanz für den Bereich der Blut­ge­fäß­re­pa­ra­tur haben kann.“ Das Video zeigt das Schlie­ßen des „Krat­zers“.

Die Erkennt­nis­se, die aus Tests wie die­sem gewon­ne­nen wer­den, bil­den die Schlüs­sel­funk­ti­on des Bio-Labors ab. Reemts­ma nutzt das hier erar­bei­te­te Wis­sen, um die Pro­dukt­ent­wick­lung vor­an­zu­trei­ben und zu unter­stüt­zen. Damit wer­den neu­ar­ti­ge Pro­duk­te wie die E-Ziga­ret­te noch siche­rer.